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Infernal Comedy - Arientexte


1. "Sposa son disprezzata" von Antonio Vivaldi

Sposa, son disprezzata,
fida son oltraggiata,
cieli che feci mai?
E pur egli é ilmio cor, il mio sposo, il mio amor, la mia speranza.


Ich bin eine verachtete Braut,
beschimpft obwohl ich treu war,
Himmel was tue ich nur?
Und noch immer ist er mein ganzes Herz, mein Bräutigam, meine Liebe und meine Hoffnung.


2. "Vorrei spiegarvi, oh dio" von Wolfgang Amadeus Mozart

Vorrei spiegarvi, oh Dio! quale l`affano mio,
ma mi condanna il fato a piangere e tacer.
Arder non pu - mio core per chi vorrebbe amore
e fa che cruda io sembri, un barbaro dover!

Ah conte, partite, correte, fuggite lontano di me!
La vostra diletta Emilia v`aspetta, languir non la fate, è«degna d`amor.

Ah stelle spietate! Nemiche mi siete.
Mi perdo s`ei resta, oh Dio, mi perdo.


Oh Gott, ich möchte euch meine Not erklären,
doch das Schicksal verdammt mich zu Tränen und zu Schweigen.
Mein Herz darf nicht mehr für den brennen, den es lieben möchte,
sondern muss grausam erscheinen, welch grausame Pflicht!

Ach Graf, geht, lauft, flieht weit von mir.
Eure geliebte Emilia erwartet euch, lasst sie nicht leiden, sie ist eurer Liebe würdig.

Ach, grausame Sterne, Ihr seid mir feindlich gesinnt,
wenn ihr bleibt werde ich mich vergessen.


3. "Ah perfido", Scena ed aria von Ludwig van Beethoven

Ah, perfido! Spergiuro, barbaro traditor, tu parti?
E son questi gl`ultimi tuoi congedi?
Ove sintese tirannia più crudel?

Va, scellerato! Va, pur fuggi da me, l`ira dei Numi non fuggerai.
Se v`è giustizia in ciel, se v`è pietà, congiureranno a gara tutti a punirti!
Ombra seguace! Presente, ovunque vai, vedrò le mie vendette;
io già le godo immaginando, i fulmini ti veggo già balenar d`intorno.

Ah, no! Ah no! Fermate vindici dei!
Risparmiate quel cor, ferite il mio!
S`ei non è più qual era, son`io qual fui;
per lui vivea, voglio morir per lui!

Per pietà, non dirmi addio, di te priva che farò?
Tu lo sai, bell`idol mio, io d`affanno morirò.

Ah crudel, tu vuoi ch`io mora! Tu non hai pietà di me?
Perché rendi a chi t`adora così barbara mercè?
Dite vuoi, se in tanto affanno non son degna di pietà?


Ach, treuloser Verräter, grausamer Betrüger, du gehst?
Sind das deine letzten Abschiedsworte?
Wo findet sich eine größere Grausamkeit??
Geh, Ungeheuer! Fliehe ruhig von mir! Doch dem Zorn der Götter entfliehst du nicht!?
Wenn der Himmel Gerechtigkeit kennt, wenn es Erbarmen gibt,
dann werden sie sich verschwören und dich gemeinsam strafen.
Wohin auch immer du gehen wirst, mein Schatten wird dich verfolgen.

Wohin auch immer du gehst, wirst du meine Rache sehen.
Ich genie§e es schon mit vorzustellen, wie dich die Blitze von innen zerstören.
Doch nein, nein, rächende Götter, haltet ein!
Schont dieses Herz, schlagt nur meines.
Wenn er nicht mehr wäre, was er war - was wäre dann ich?
Für ihn habe ich gelebt, für ihn werde ich sterben.
Sei gnädig, sage mir nicht Lebewohl, was werde ich tun ohne dich?
Du weißt, mein Liebster, das ich vor Schmerzen sterben werde.

Grausamer, du willst, dass ich sterbe! Hast du kein Mitleid mit mir?
Warum dankst du der, dich die anbetet, mit so undankbaren Lohn?
Sag, verdiene ich bei solchen Schmerzen denn kein Mitleid?


4. "Scena di Berenice" von Joseph Haydn

Berenice, che fai? Muore il tuo bene, stupida, e tu non corri!
Oh Dio! vacilla l`incerto passo, un gelido mi scuote,
insolito tremor tutele vene, e a gran pena il suo peso il pié sostiene.

Dove son? Qual confusa folla d`idee tutte funeste adombra mia raggion?
Veggo Demetrio. Il veggo che in atto di ferir...
Fermati! Fermati! Vivi! D`Antigono io sarò.
Del core ad onta volo a giurargli fè:
dirè, che l`amo; dirè...?
Misera me, s«oscura il giorno, balena il ciel!
L`hanno irritato i miei meditati spergiuri.
Ahimé! Lasciate ch`io soccorra il mio ben, barbari Dei.

Voi m`impedite e intato forse un colpo improvviso.
Ah, sarete contenti; eccolo ucciso.

Aspetta, anima bella, ombre compagna a Lete andrem.
Se non potei salvarti potrò fedel...
Ma tu mi guardi`, e parti?

Non partir, bell`idol mio, non partir!
Per qual onda all`altra sponda voglio anch`io passar con te!

Me infelice! Che fingo? Che raggiono?
Dove rapita sono dal torrente crudel de miei martiri?
Misera Berenice, tu deliri!

Perché se tanti siete, che delirar mi fate,
perché non m`uccidete, affanni del mio cor?
Crescete, oh dio, crescete affanni del mio cor,
finchè mi porga aiuta con togliermi di vita l`ecceso del dolor.


Berenice, was tust du? Törrichte, dein Geliebter stirbt und du eilst nicht zu ihm?
Oh Gott, der unsichere Schritt schwankt, es schüttelt mich eiskalt,
alle meine Adern zittern ungewohnt und nur unter Schmerzen trägt der Fuß sein Gewicht.
Wo bin ich? Welch verwirrende Menge an Gedanken verschleiert meine Vernunft?
Ich sehe Demetrio, ich sehe, dass er am Affekt verwundet...
Halte ein! Halte ein! Lebe! Ich werde sein wie Antigone.
Ich fliege zu dem geschändeten Herzen, um ihm meine Treue zu schwören:
ich werde ihm sagen, dass ich ihn liebe, werde sagen...
Ich Unglückliche, der Tag verdunkelt sich, der Himmel gewittert!
Meine Gedanken sind ganz durcheinander! Lasst mich meinen Liebsten retten,
grausame Götter!
Ihr hindert mich, und inzwischen wird er vielleicht in einem plötzlichen Schlag...
Ach, nun seid ihr zufrieden, dort liegt er ermordet.

Warte, schöne Seele, ich werde deinen Schatten über den Lete begleiten.
Wenn ich dich auch nicht retten kann, so werde ich dir doch treu sein.
Aber du siehst mich an - und verlässt mich?
Gehe nicht, mein Liebster, ich möchte durch diese Wellen mit dir an das andere Ufer gehen.

Aber Unglückliche! Was verstellst du dich? Was denkst du?
Wo ich doch im Turm meiner Qualen gefangen bin?
Unglückliche Berenice, du fantasierst.
Wenn ihr doch so zahlreich seid um mich verrückt zu machen, ihr Qualen meines Herzens, warum tötet ihr mich nicht?
Wachst, ihr Qualen meines Herzens, bis ihr mir helft mein Leben abzuschneiden,
das Übermaß meiner Schmerzen.


5. "Ah, se Edmundo fosse l`uccidor" Scena ed Aria von Carl Maria von Weber

Ah, se Edmundo fosse l«uccisor,
cielo clemente, orribil pensamento,
e l`Empi punirebbe l`innocente,
lui stesso il crudo delinquento!

No! No! disturbalo o ciel` pietoso, col tuo poter deh, salvi il caro sposo!
Deh! consoli il suo affanno, lo protegge il tuo favor,
svelato sia l`inganno, coronato il nostro amor!

Ma, se o mai il mio consorte fosse in preda al orror,
a dividere il suo sorte mi conceda il tuo favor!

Empio! ridi al mio pianto! Non conosce a pietà!
Se morir gli posso alcanto, disprezzima`tua crudeltà!


Ach, wenn Edmundo der Mörder wäre,
gnädiger Himmel, welch schrecklicher Gedanke,
die Grausamkeit hätte die Unschuld besiegt,
und er selbst wäre der rohe Verbrecher.

Nein, mitleidiger Himmel, halte ihn auf und rette meinen Liebsten mit deiner Kraft!
Tröste seinen Schmerz, schütze ihn mit deiner Gnade,
verschleiere den Betrug und kröne unsere Liebe.

Wenn mein Begleiter auch die Beute der Grausamkeit wäre,
erlaube mir sein Schicksal zu lösen!

Frevler, du lachst über meine Tränen! Du kennst kein Mitleid!
Wenn ich an seiner Seite sterben könnte, würden wir deine Grausamkeit verachten.


6. "Ah, lo previdi" Recitativo, Aria e Cavatina von Wolfgang Amadeus Mozart

Ah, lo previdi!
Povero Prence, con quel ferro istesso, che me salvò, ti lacerasti il petto.
Ma tu sì fiero scempio perché non impedir?
Come, o crudele, d`un misero a pietà non ti movesti?

Qual tigre ti nodrì? Dove nascesti?

Ah, t`invola agli occhi miei, alma vile, ingrato cor!
La cagione, oh Dio, tu sei, del mio barbro dolor.
Va crudele, va spietato! Va tra le fiere ad abitar.

Misera! Invan m`adiro, e nel suo sangue intanto nuot già l`idol mio...
Con quell`accaro, ah Perseo, che facesti? Mi salvasti poc`anzi, or m`uccidesti.
Col sangue, ahi, la bell`alma, ecco, già uscì dallo squarciato seno.

Me infelice! Si oscura il giorno agli occhi miei, e nel barbaro affanno il cor vien meno.
Ah non partir, ombra diletta, io voglio unirmi a te.
Sul grado estremo, intanto m`uccide il dolor.

Deh, non varcar, quell` onda anima del cor mio.
Di Lete ad altra sponda, ombra compagna anch`io voglio venir con te.
Voglio venir con te.


Ach, ich sehe es voraus!
Armer Prinz, dieselbe Waffe, die mich retten wird, wird dir die Brust durchbohren.
Hält dich des Todes grausamer Anblick nicht zurück?
Grausamer, lässt du dich von einer Unglücklichen nicht zum Mitleid bewegen?

Wo versteckst du dich? Entfliehe meinen Augen, undankbare Seele, grausames Herz!
Du bist der Grund meines grausamen Schmerzes. Geh Grausamer! Geh, Erbarmungsloser!
Geh um zwischen den Stolzen zu wohnen?
Unglückliche! Vergebens rufe ich
und sehe meinen Geliebten schon in seinem Blut schwimmen.
Was tust du mit dieser Waffe, Perseus? Rette mich endlich oder lass mich sterben.
Gemeinsam mit dem Blut flie§t schon die geliebte Seele aus seiner zerschmetterten Brust.

Ach Unglückliche, vor meinen Augen verdunkelt sich der Tag
und imÊgrausamen Schmerz vergeht das Herz.
Ach gehe nicht, geliebter Schatten, ich möchte mich dir anschlie§en.

Überschreite nicht diese Wellen, Seele meines Herzens.
An das andere Ufer des Lete möchte ich deinen Schatten begleiten.
Ich werde mit dir gehen.